Willkommen auf der Internetseite der Interessengemeinschaft Kindertagespflege Hohen Neuendorf

 

 

Im Juni 2008 haben sich die Tagesmütter und -väter der Stadt Hohen Neuendorf zusammengeschlossen, um sich gemeinsam zum Wohl junger Familien für bessere Arbeitsbedingungen in der Kindertagespflege einzusetzen.

Die Tagesmütter wollen dazu beitragen, dass die Kindertagespflege effizient, fair und leistungsgerecht ausgestaltet wird. Die  Interessengemeinschaft repräsentiert mit ihren ca. 30 Mitgliedern nahezu alle Personen, die in der Kindertagespflege Hohen Neuendorfs aktiv tätig sind. Die Interessengemeinschaft will künftig als zentraler Ansprechpartner der Stadt für die Belange der Kindertagespflege in Hohen Neuendorf zur Verfügung stehen; sie will die Interessen der Tagesmütter bündeln, artikulieren und notfalls auch dafür streiten. Ziel ist zugleich, die Kindertagespflege als gleichwertige Form der Kindertagesbetreuung in Hohen Neuendorf zu festigen, um jungen Familien die sozialgesetzlich vorgesehene Wahl der geeigneten Betreuungsform für ihr Kind zu ermöglichen.

Aktuelle Informationen

Entgeltfortzahlung für Tagespflegepersonen vorerst gescheitert      (22. Februar 2012)

 

Der Hohen Neuendorfer Sozialausschuss diskutierte schon am 5. Januar 2012 über einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen - Entgeltfortzahlung für Tagespflegepersonen im Urlaubs- und Krankheitsfall.

 

Am 4.August 2011 hatte man sich schon einmal zur Meinungsbildung getroffen. Ein Mitglied der SPD-Fraktion schlug damals vor, „die Bezahlung von Urlaub für die Tagespflegepersonen zu berücksichtigen“. In der Januar-Sitzung brachte man hingegen zum Ausdruck, dass Tagesmütter nur einer Nebenbeschäftigung nachgingen und schließlich seien sie ja selbständig. Also wozu sollte die Stadt Hohen Neuendorf eine Urlaubsbezahlung erwägen?

 

Aber auch in der CDU-Fraktion gab es eine Meinungsänderung. In der Sitzung vom 18. August 2011 schlug ein Fraktionsmitglied noch „die Einigung auf eine Variante vor.“ Am Beispiel der Gemeinde Birkenwerder könne man sich orientierten. Die zehn frei verfügbaren Tage sowie drei Tage für Weiterbildung hielt man für diskussionswürdig.  In der Sitzung am 5. Januar.2012 konnten sich die Stadtratsmitglieder der CDU nur mehr für bezahlte Krankheitstage erwärmen.

 

Die Fraktion Die Linke erinnerte schon in der Sitzung am 18. August2011 „an die erheblichen Kosten für die vielen Tagespflegepersonen in Hohen Neuendorf. Diese Art der Kinderbetreuung ist für die Zukunft aber nicht wegzudenken und fest eingeplant“. Ihrer Meinung nach haben diese „Selbständigen“ keinen Rechtsanspruch auf eine zusätzliche Vergütung.

 

Die Stadt Hohen Neuendorf verzeichnet steigende Kinderzahlen. Gleichwohl sind im neuen Haushalt für 2012 weniger Tagespflegestellen für weniger Kinder als in 2011 eingestellt. Wofür die deutlich höheren Ausgaben  eingestellt sind, bleibt nach alledem abzuwarten.

Eine Nachfrage im Finanzausschuss am 21. Januar 2012 blieb leider völlig unbeantwortet. Vielmehr sagte man uns, es wäre hier kein Frage-Antwort-Spiel. Man hatte wieder einmal den Eindruck, dass die Ausschüsse der Stadt Hohen Neuendorf nicht dazu dienen über eine Lösung zu diskutieren, sondern nur eine vorgefertigte Meinung der Fraktionen zu vertreten und abzustimmen. Ausführungen, Fragen und Meinungen der Betroffenen wurden überhaupt nicht berücksichtigt. An Demokratie erinnert hier nicht mehr viel.

 

Die Interessengemeinschaft Kindertagespflege Hohen Neuendorf ist sich dessen bewusst, dass aufgrund der derzeitigen Rechtslage nur der politische Wille die Gleichstellung mit den Tagespflegestellen in den umliegenden Kommunen ermöglicht. Kindertagespflege ist keine „Nebenbei-Tätigkeit“!

 

Die Eltern erwarten zu Recht, dass ihre Kinder ganztägig in hoher Qualität und mit bestmöglicher Fürsorge betreut werden. Eine unterschiedliche Rechtsanwendung in den Kommunen steht den Elterninteressen entgegen. Damit das Tagespflegepersonal die stetig wachsenden Anforderungen finanziell stemmen kann, darf es keine Schlechterstellung geben.


 

Auf der letzten Mitgliederversammlung am Dienstag, 26.10.2010 wurde über

das "Zentrale Anmeldeverfahren von Kita- und Tagespflegeplätzen", das die Stadt Hohen Neuendorf einführen möchte, beraten.  

Weiterhin wurde ein neuer Sprecherkreis gewählt. Dieser besteht jetzt aus: Uwe Nötzold, Diana Scheffler, Anita Moog, Sabine Warnke, Katja Koser.

 

Tagesmütter in Hohen Neuendorf sind enttäuscht – Vertrauen erschüttert (01. September 2009)

 

Mit großer Enttäuschung haben die Tagesmütter Hohen Neuendorfs zur Kenntnis genommen, dass der in der AG Kindertagespflege des Sozialausschusses erarbeitete Kompromiss zur Neufassung des Ortsrechts nicht vollständig umgesetzt wurde. Nach intensiven Beratungen der Interessengemeinschaft Kindertagespflege mit Abgeordneten der SVV und der Verwaltung war dieser Kompromiss sowohl im Sozialausschuss, als auch im Finanz- und Hauptausschuss der SVV gebilligt worden.

 

Vor diesem Hintergrund ist es für die Tagesmütter Hohen Neuendorfs nicht akzeptabel, dass Bürgermeister Hartung (Linke) diesen Kompromiss in der abschließenden Beratung der SVV, am vergangenen Donnerstag, in einem wesentlichen Punkt, der Vergütung im Urlaubs- und Krankheitsfall, eigenmächtig abänderte. Nach Lage der Dinge ist Hohen Neuendorf nun die einzige S-Bahngemeinde, die in der Kindertagespflege keine Regelung für den Urlaubs- und Krankheitsfall besitzt.

 

Dass sich die Mehrheit der Abgeordneten diesem fragwürdigen Verfahren nicht wirksam widersetzte, ist wohl auf deren unzureichende und verspätete Information durch die Verwaltung zurückzuführen. Ein Dokument, das dass Handeln des Bürgermeisters begründen sollte, wurde den Abgeordneten erst während der Sitzung auszugsweise und unvollständig zur Kenntnis gebracht. Manch Abgeordneter dürfte sich dann auch bei der späteren Lektüre dieses Dokuments die Augen reiben und erkennen, auf welch unzureichender Informationslage er diesem unhaltbaren Verfahren zugestimmt hat.

 

Die Tagesmütter fordern daher die Fraktionen der SVV auf, dieses Verfahren zu kritisieren und die Frage der Vergütung im Urlaubs- und Krankheitsfall erneut zu beraten.  Die Interessengemeinschaft Kindertagespflege ist weiterhin zur konstruktiven Zusammenarbeit bereit, bedauert aber zugleich, dass das bisherige Vertrauen in die sachliche und auf gegenseitigem Verständnis beruhende Zusammenarbeit durch das Handeln des Bürgermeisters tief erschüttert wurde. Es ist nun auch Aufgabe der Abgeordneten dazu beizutragen, dass dieses Vertrauen wieder hergestellt wird.

Stand der Verhandlungen zur künftigen Vergütung der Kindertagespflege (18. Mai 2009)

Im Verlauf der Arbeiten der vom Sozialausschusses eingesetzten Arbeitsgruppe haben sich Vertreter der Fraktionen, der Stadt und der IG Kindertagepflege auf Eckpunkte der künftigen Vergütung verständigt. Einzelheiten sind hier zu finden.

Fördermittel des Bundes

Seit Februar 2008 stehen auch für Tagesmütter in Hohen Neuendorf umfangreiche Fördermittel für Investitionen zur Verfügung. Wie man diese beantragen kann, können Mitglieder der IG Kindertagespflege hier erfahren.

Aufgrund der vielen Anfragen zur Kranken- und Rentenversicherungspflicht möchten wir auf eine Informationsschrift des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)  hinweisen. Im Weiteren finden Sie einige Auszüge aus diesem Handbuch. Wir haben die wesentlichen Punkten zusammengestellt,  von denen wir annehmen, dass sie für die meisten Tagesmütter in Hohen Neuendorf zutreffen. Wir können  jedoch für die Vollständigkeit und Richtigkeit keine Gewähr übernehmen. Bitte informieren Sie sich daher zusätzlich auch zu Details im BMFSFJ telefonisch unter   0180/1 90 70 50 oder im Internet hier:

  • Familienversicherung

Sowohl abhängig Beschäftigte als auch selbstständig tätige Tagespflegepersonen können grundsätzlich bei ihrem gesetzlich versicherten Ehepartner beitragsfrei über die Familienversicherung mitversichert werden. Vorausgesetzt, sie sind nicht hauptberuflich selbständig tätig und sie erzielen kein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 360,00 € monatlich (selbständig tätige Tagespflegepersonen; Stand: 2009). Liegt das zu versteuernde Gesamteinkommen über den festgelegten Grenzen, muss sich die Tagespflegeperson freiwillig gesetzlich oder privat versichern.

  • Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung

Ab 1. Januar 2009 gibt es einen Rechtsanspruch auf die vereinfachte Prüfung nach § 10 und § 240 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V). Diese Regelung ist bis 2013 befristet. Tagesmütter, die bis zu fünf Kinder Vollzeit betreuen und als nebenberuflich selbständig Tätige einordnet wurden, müssen bei einem zu versteuernden Einkommen von unter 828,33 Euro ca. 124,00 Euro (zuzüglich Pflegeversicherungsbeitrag) Krankenversicherungsbeitrag im Monat zahlen. Bei bis zu fünf vollzeitbetreuten Kinder (8 Stunden pro Tag und Kind) wird von einer nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeit ausgegangen.

Auch selbständig tätige Tagespflegepersonen, die das Betreuungsgeld vom öffentlichen Träger der Jugendhilfe oder direkt von den Eltern auf privater Basis erhalten, sind versicherungspflichtig, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen mehr als 400,00 € im Monat beträgt. Tagespflegepersonen müssen sich innerhalb einer Frist von 3 Monaten bei der Deutschen Rentenversicherung melden, soweit sie der Versicherungspflicht unterliegen. Der zurzeit geltende Mindestbeitragssatz zur gesetzlichen Alterssicherung beträgt 79,60 € im Monat. Liegt das Einkommen unter 400,00 €, kann auch eine private Alterssicherung abgeschlossen werden. Auch in diesem Fall wird die Hälfte der Beiträge bei öffentlicher Förderung vom Jugendamt / Jugendhilfeträger erstattet.